Firmenhistorie

Nach dem Tode von Adolf Ries im Jahr 1910 übernahm sein Großneffe Hans Ries, der aufgrund des schlechten Gesundheitszustandes seines Großonkels von Nördlingen im Ries (Bayern) nach Bruchsal übersiedelte, als 24-jähriger das 1875 gegründete Handelsgeschäft für Handelswaren. Das Sortiment wurde auf Industrie- und Haushaltsbürsten ausgeweitet.
1928 kaufte ein junger Arbeiter auf Ratenbasis ein Haushaltsgerät. Durch Arbeitslosigkeit in der Weltwirtschaftskrise konnte er seine vereinbarten Raten nicht mehr bezahlen. Er bot an, seine Schulden abzuarbeiten. Dies war die Geburtsstunde der Firma RIES als Produktionsfirma mit dem ersten Mitarbeiter.

Bürsten und Kehrwalzen wurden mit entsprechendem Besatzmaterial in Holzkerne befestigt. Sehr schnell wurden weitere Mitarbeiter benötigt und in den Jahren 1933 bis Kriegsende stellte RIES als Firma "Geräte für Straßen–Instandhaltung" hauptsächlich für den Autobahnbau her. Dies waren insbesondere schon damals einfache Anhänger–Kehrmaschinen, Fegegeräte, Handkarren und dergleichen. Durch Bombenangriffe wurden beide Betriebe in der Stadtmitte zerstört. Nach dem Krieg und den anschließenden wirtschaftlichen Wirren wurde wieder in einem sehr kleinen Bereich die Produktion begonnen und zunächst Kehrwalzen zum Säubern der Start- unel Landebahn auf amerikanischen Flughäfen hergestellt. Schnell wurden weitere Mitarbeiter eingestellt, um dem damals enormen Bedarf der amerikanischen und englischen Streitkräfte zu entsprechen.

Nach dem Tode von Hans Ries im Jahre 1952 übernahmen die Söhne Adolf Ries jun. und Kurt Ries das Unternehmen. Kurz darauf wurde das Unternehmen zwischen den beiden Brüdern in bestem Einvernehmen aufgeteilt und Kurt Ries übernahm den Teil der Straßenschilder-Produktion als Kurt Ries Schilderfabrik in Bruchsal.
Adolf Ries jun. führte den Bereich der Kehrgeräte als Adolf Ries Spezialgerätefabrik für Straßenbau und Städtebedarf weiter.

Anfang der 60er Jahre trat Ries in einem Vertriebsvertrag mit der Daimler Benz AG in Gaggenau ein. Von da an war die technische- und die Produktionsentwicklung sehr dynamisch.

Der Unimog war die fahrbare Arbeitsmaschine für die Kommune. Um dieses Fahrzeug wurden zunächst Geräte für den Winterdienst, Schneepflüge und Streuer, Kanalspülgeräte, Schlammsauger und viele Sonderkonstruktionen für die Kommune gebaut und realisiert. Mit einer Schienenführungseinrichtung für den Unimog wurden bis 1200 t Anhängelast auf Schienen gezogen und gebremst. Mit diesen Geräten wurde auch der Export erheblich ausgebaut. Im Jahre 1965 wurde auf einer Amerikareise erstmals die Möglichkeit zur Verdichtung von Müll und Abfällen im stationären Bereich erkannt. Sehr schnell wurde diese Idee insbesondere im Raum Frankfurt/ Main umgesetzt und damit hatte RIES ein zweites Standbein, welches sich außerordentlich stark entwickelte. Schon in dieser Zeit wurden Hunderte von stationären Pressen pro Jahr gefertigt und entsprechend musste auch das Personal aufgestockt und zusätzliche Hallen gebaut werden.

Nach dem Tode von Adolf Ries jun. im Jahre 1973 übernahm im Dezember 1975 nach abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim der Sohn von Adolf Ries Junior Klaus Ries die Geschäftsleitung in einem Alter von 24 Jahren.

Ab Mitte der 80er Jahre hat sich Ries dann ausschließlich nur mit der Verdichtung von Abfällen und Kippvorrichtungen beschäftigt.

Bereits 1982 hat Ries auf der Fachausstellung "Entsorga" in Essen den ersten Seitenlader auf Abrollkipper in Deutschland vorgestellt. Das Interesse war damals zunächst groß, aber ohne sichtbaren Verkaufserfolg. Die Zeit für die Seitenbeladung war damals und auch heute noch nicht reif.

Heute baut Ries vornehmlich mobile Presscontainer, stationäre Pressen und Anlagen, auch Umschlagstationen und den manuellen Seitenlader RIES SoloLader® auf Low Entry Fahrgestellen.

Durch die europaweiten Ausschreibungen sinken die erzielbaren Erträge aus den Hausmüllverträgen mit den Gebietskörperschaften dramatisch. Die Entsorgung mit einem Mann ist zukünftig fast zwingend. Die Anpassungsprobleme bei der Entsorgung sind bei manuellen Seitenladern wie dem RIES Sololader® gering. Aus diesem Grunde hat die manuelle Seitenladertechnik in Zukunft auch erhebliche Entwicklungschancen und Möglichkeiten im Bereich der Haus- und Industrieabfallsammlung.

Der Firmensitz wurde im Jahre 1999 in das ca. 8 km von Bruchsal entfernte Stutensee-Spöck verlagert.

Der Geschäftsführer Klaus Ries feierte mit der Firma im Dezember 2000 sein 25-jähriges Arbeitsjubiläum.

Im Jahre 2004 haben die Firmen Ries Entsorgungsanlagen GmbH und Allpress Hydraulikservice GmbH fusioniert. Die Firma lautet jetzt:
Allpress Ries Hydraulikservice und Pressen GmbH.